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Was ist ein Schrankenzaun und wann wird er benötigt?
Ein Schrankenzaun ist eine mobile Sicherheitsbarriere, die primär dazu dient, Verkehrsflächen optisch und physisch abzutrennen. Im Gegensatz zu einfachen Leitbaken bildet der Schrankenzaun eine durchgehende Barriere. Dies verhindert das unbefugte Betreten von Gefahrenbereichen (z. B. Aufgrabungen) und leitet Verkehrsteilnehmer sicher am Hindernis vorbei.
Einsatzbereiche: Baustellen, Events und Gefahrenstellen
Die Einsatzgebiete für Schrankenzäune und Absperrschranken sind vielfältig, aber gesetzlich klar geregelt. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo der fließende Straßenverkehr oder Fußgänger vor Hindernissen gewarnt und geschützt werden müssen:
- Arbeitsstellen an Straßen: Zur Absicherung von Baugruben im Gehweg- oder Fahrbahnbereich.
- Eventsicherheit: Zur Lenkung von Besucherströmen bei Veranstaltungen, Konzerten oder Stadtfesten.
- Gefahrenstellen: Kurzzeitige Sicherung von Schachtöffnungen oder Kanalarbeiten.
Unterschied zwischen Schrankenzaun und Bauzaun
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Begriffe oft verwechselt, technisch gibt es jedoch gravierende Unterschiede. Ein Bauzaun (Mobilzaun) ist meist über 2 Meter hoch, besteht aus Drahtgitter und dient primär dem Diebstahlschutz und der Zutrittsverweigerung auf das Baugrundstück.
Ein Schrankenzaun hingegen ist flacher (Standardhöhe ca. 1 Meter), verfügt über eine normierte Rot-Weiß-Markierung und dient der aktiven Verkehrslenkung. Er muss retroreflektierend sein, um eine ausreichende Warnwirkung nach StVO zu erzielen, damit er auch nachts von Autofahrern erkannt wird. Ein Bauzaun ohne entsprechende Markierung darf nicht direkt zur Lenkung des Straßenverkehrs eingesetzt werden.
💡 Quick Tip: Für die vollständige Baustellenabsicherung benötigen Sie oft beides: Bauzäune zur Umzäunung des Lagers und Schrankenzäune zur Absicherung zur Straße hin.
Rechtliche Vorschriften: RSA 21, ZTV-SA und TL-Prüfung
Wer im öffentlichen Verkehrsraum absperrt, unterliegt strengen Regeln. Seit Einführung der RSA 21 haben sich die Anforderungen an die Verkehrstechnik und Absperrmaterialien nochmals konkretisiert.
Wichtige Änderungen durch die RSA 21
Die RSA 21 legt fest, wie Arbeitsstellen verkehrsrechtlich zu sichern sind. Ein entscheidender Punkt ist die Sichtbarkeit. Ein Schrankenelement muss so beschaffen sein, dass es auch bei schlechter Witterung und Dunkelheit rechtzeitig erkannt wird. Ungenormte "Baumarkt-Absperrungen" sind im Straßenverkehr unzulässig und stellen ein erhebliches Haftungsrisiko dar.
Wann ist welcher Schrankenzaun zugelassen?
Achten Sie beim Schrankenzaun Kaufen zwingend auf den Zusatz „TL-geprüft“. Das bedeutet, das Produkt entspricht den Technischen Lieferbedingungen für Absperrschranken (TL-Absperrschranken 97). Diese Prüfung, oft durchgeführt von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), testet:
- Die Standsicherheit (Kippverhalten bei Windlast).
- Die Schlagfestigkeit des Materials (Bruchverhalten bei Kälte/Aufprall).
- Die kolorimetrischen Werte der Warnfolie.
Nur Produkte mit gültiger Prüfnummer bieten Ihnen Rechtssicherheit. Ein TL-Absperrschranke garantiert, dass das Material den physischen Belastungen im Straßenverkehr standhält.
Reflexionsklassen erklärt: RA1, RA2 oder RA3?
Die Wahl der richtigen Folie ist keine Geschmacksfrage, sondern hängt vom Einsatzort und der Art der Absperrung ab. Man unterscheidet hierbei zwischen Längsabsperrung (parallel zum Verkehr) und Querabsperrung (frontal zum Verkehr).
Folie Typ RA1: Einsatzbereiche und Grenzen
Schrankenzäune mit Folie Typ RA1 (Aufbau A) besitzen einen eingebundenen Glaskugelaufbau. Ihre Rückstrahlwerte sind geringer als bei modernen Prismenfolien.
- Einsatz: Vorwiegend innerorts in gut beleuchteten Bereichen.
- Verwendung: Häufig ausreichend für reine Längsabsperrungen auf Gehwegen oder in verkehrsberuhigten Zonen.
Folie Typ RA2: Pflicht bei Querabsperrungen
Die Reflexionsklasse RA2 (Aufbau B) nutzt meist eine Wabenstruktur (Mikroprismen). Diese Folie wirft das Licht wesentlich stärker zur Lichtquelle (Autoscheinwerfer) zurück.
- Vorschrift: Die RSA 21 fordert zunehmend den Einsatz von Folie Typ RA2, insbesondere ist sie Pflicht bei Querabsperrung.
- Warnwirkung: Deutlich erhöht, auch bei Nässe und auf Distanz besser sichtbar.
Absturzsicherung gemäß Vorschrift
Ein einfacher Absperrzaun aus Kunststoff gilt nicht automatisch als Absturzsicherung. Bei tiefen Baugruben (ab 1,25 m Tiefe) müssen die Elemente gemäß ZTV-SA so stabil sein, dass sie dem Anprall einer Person standhalten und nicht kippen. Hierfür sind spezielle, verstärkte Schrankenzäune (oft mit Stahlrahmen) oder zusätzliche Aussteifungen nötig.
Ausführungen und Materialien: Euro-Schrankenzäune im Vergleich
Viele Einkäufer schauen nur auf den Stückpreis. Doch die wahren Kosten ("Total Cost of Ownership") verstecken sich oft in der Logistik und Handhabung. Ein Schrankenzaun muss nicht nur sicher stehen, er muss auch effizient transportiert werden.
Materialqualität: UV-beständiger Kunststoff vs. Metall
Moderne Euro-Schrankenzäune bestehen meist aus hochdichtem Polyethylen (HD-PE).
- Vorteile gegenüber Metall: Sie rosten nicht, sind leichter (ergonomischer für die Mitarbeiter) und splittern bei einem Anprall nicht so gefährlich wie Holz.
- Langlebigkeit: Achten Sie auf hochwertigen Kunststoff mit hoher UV-Beständigkeit. Günstige Importware bleicht oft schnell aus, wodurch die Warnwirkung (das typische Rot) verloren geht und der Zaun ersetzt werden muss.
Modelle mit und ohne Lampenadapter
Für die Nachtsichtbarkeit sind Warnleuchten oft unerlässlich. Gute Schrankenzäune besitzen integrierte Lampenadapter (Stutzen), auf die gängige Bakenleuchten einfach aufgesteckt werden können. Dies spart Montagezeit, da keine separaten Halterungen verschraubt werden müssen.
Schrankenzaun-Sets vs. Einzelelemente
Für die Grundausstattung empfehlen wir Schrankenzaun Komplettsets. Diese beinhalten bereits den Zaun und die passende Sicherheitsfußplatte.
- Vorteil: Sie stellen sicher, dass die Einstecktaschen (42 mm oder 60 mm Rohre) kompatibel sind.
- Variante: Ein Schrankenzaun Set erleichtert den Einkauf, da alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
Zubehör und Montage für Absperrschranken
Ein Schrankenzaun ist nur so sicher wie seine Aufstellung. Hier kommen das Zubehör und die richtige Montagetechnik ins Spiel.
Die Wahl der richtigen Sicherheitsfußplatte (K1 vs. K35)
Um die nötige Standfestigkeit zu erreichen, benötigen Sie die passende Sicherheitsfußplatte.
- Fußplatte K1: Leichter, oft für den innerbetrieblichen Einsatz oder Längsabsperrungen bei wenig Windlast.
- Fußplatte K35: Schwerer (ca. 28 kg). Diese Platten sind Pflicht bei vielen Anwendungen im öffentlichen Raum, um die erforderlichen Standsicherheitsklassen nach TL zu erreichen.
Lager- und Transporttraversen
Für B2B-Kunden ist entscheidend: Wie viele Zäune passen auf den LKW? Hochwertige Modelle verfügen über eine intelligente Stapelbarkeit. Nutzen Sie Lagergestell und Transporttraversen. Diese ermöglichen es, bis zu 20 oder 40 Zäune gebündelt mit dem Gabelstapler zu verladen. Das reduziert die Ladezeit drastisch und schützt die empfindliche Folie vor Transportschäden.
Warnleuchten und Bakenleuchten anbringen
Wie stellen Sie den Zaun stabil auf?
- Verbindung: Nutzen Sie die integrierten Überwurfbügel, um eine endlose Kette zu bilden.
- Winkelausbildung: Stellen Sie die Zäune nicht in einer kerzengeraden Linie, sondern leicht gewinkelt (Zick-Zack) auf. Diese Winkelausbildung erhöht die Stabilität gegen Windlasten erheblich, ohne dass Sie unzählige zusätzliche Gewichte benötigen.
- Beleuchtung: Bestücken Sie die Elemente bei Nachtbaustellen mit den entsprechenden Leuchten (Dauerlicht für Längs-, Blinklicht für Querabsperrung).